Trainieren mit dem Fettverbrennungspuls

Der Fettverbrennungspuls ist die Vokabel, die Hobby- und Freizeitsportlern beim Thema „Abnehmen durch Sport“ immer häufiger begegnet. Durch das Einhalten einer bestimmten Herzfrequenz bei sportlicher Aktivität werde ein Maximum an Fettverbrennung erreicht, so lautet das allgemeine Credo für abnehmwillige Gelegenheitsjogger und Freizeitsportler auf der Suche nach ihrem Traumgewicht.

Fettverbrennungspuls = maximaler Anteil der Fettverbrennung

Wissenschaftlichen Untersuchungen nach ist der relative Anteil an der Fettverbrennung am größten, wenn bei einer Herzfrequenz von ungefähr 130 Schlägen pro Minute trainiert wird. Das bedeutet, der menschliche Körper stellt bei einer geringen körperlichen Anstrengung die erforderliche Energie in größerem Umfang aus den Fettreserven bereit. Bei körperlicher Anstrengung werden Fett und Kohlenhydrate gemeinsam als Energielieferanten verbraucht. Die jeweiligen Anteile der beiden Stoffe an der absoluten Fettverbrennung bzw. Energieproduktion sind dynamisch und können je nach Intensität der körperlichen Belastung variieren. Zusammenfassend erklärt, bei geringer Belastung und niedriger Herzfrequenz ist der relative Anteil der Fettverbrennung an der absoluten Fettverbrennung am höchsten, je intensiver die Belastung, desto größer wird der relative Anteil der Kohlenhydratverbrennung.

Maximaler Anteil der Fettverbrennung bedeutet nicht maximale Fettverbrennung

Doch eine Gewichtsabnahme oder eine Reduzierung des Körperfetts wird durch das Erreichen eines maximalen Anteils der Fettverbrennung am gesamten Energieverbrauch noch nicht erreicht, denn der zweite wichtige Faktor für ein erfolgreiches Abnehmen wird beim Trainieren im Bereich des Fettverbrennungspulses nicht berücksichtigt: der Kalorienverbrauch. Denn der Kalorienverbrauch ist letztendlich der Faktor, der den Umfang der absolute Fettverbrennung bestimmt. Während das Training unter Einhaltung des Fettverbrennungspulses lediglich festlegt, ob zu 40%, 60% oder 75% Fett verbrannt wird, beeinflusst die zeitliche Länge der körperlichen Aktivität, wie groß die absolute Menge des Fettes ist, welches in Energie umgewandelt wird. Denn je länger sich der Mensch sportlich oder körperlich betätigt, desto größer ist auch die absolute Fettverbrennung bzw. der Kalorienverbrauch.

Gesamtbilanz des Kalorienverbrauchs bestimmt Abnehm-Erfolg

Wer also mithilfe von Sport den größtmöglichen Abnehm-Effekt erzielen möchte, damit er seine Sportbekleidung nicht jedes Mal eine Nummer größer kaufen muss, sollte also neben dem Training mit einer Herzfrequenz von ungefähr 130 Schlägen gleichzeitig die Intensität der sportlichen Aktivität über einen möglichst langen Zeitraum aufrechterhalten. Entscheidend ist, dass die verbrauchte Kalorienmenge nicht durch eine zu hohe Kalorienzufuhr nach dem Sport egalisiert bzw. hinfällig wird, sonst war aller Aufwand umsonst.

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